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„Neue Zeiten“ für Online-Shops ab dem 01.07.2024

Das neue Gesetz, das am 1. Juli 2024 in Kraft tritt, bringt bedeutende Änderungen im Bereich des Verbraucherschutzes mit sich. Ziel ist es, den Verbraucherschutz zu stärken und gleichzeitig die Händler von unnötigen Verpflichtungen zu entlasten. Diese Änderungen sind eine Reaktion auf die jüngsten Änderungen des EU-Rechts, die in einigen Mitgliedstaaten, beispielsweise in der Tschechischen Republik, bereits in Kraft getreten sind.

Zu den wichtigsten Änderungen von gehören beispielsweise:

  • Verlängerung der Widerrufsfrist: Von ursprünglich 14 Tagen auf 30 Tage bei Verträgen, die im Rahmen einer Verkaufsaktion oder eines unaufgeforderten Besuchs eines Händlers im Haushalt abgeschlossen wurden.
  • Erhöhter Schutz vor künstlichen Preiserhöhungen: Der Verbraucher weiß, wie sich der tatsächliche Preis in den letzten 30 Tagen entwickelt hat und ob der Rabatt nicht nur eine Preissenkung nach einer künstlichen Preiserhöhung ist.
  • Garantie für eine schnellere Abhilfe und Entschädigung der Verbraucher.
  • Terminologische Änderungen: Anstelle von „Verkäufer“ oder „Lieferant“ wird beispielsweise nur noch „Händler“ verwendet.

Die betreffenden Änderungen haben Auswirkungen auf Ihre AGB. Zur Sicherheit erinnern wir daran, was AGB sind:

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind eine Reihe von Grundregeln für den Handel zwischen Händler und Verbraucher. Diese Bedingungen werden in der Regel auf den Websites der Händler veröffentlicht oder bei elektronischen Bestellungen per E-Mail versandt. AGB werden nicht nur in Online-Shops, sondern auch in stationären Geschäften in gedruckter Form verwendet.

Die AGB tragen zu einem effizienten Geschäftsverkehr bei und gewährleisten Rechtssicherheit für beide Vertragsparteien. Sie ermöglichen es beiden Seiten, von Anfang an zu wissen, woran sie sind, und minimieren so das Risiko von Unklarheiten und Streitigkeiten.

Die AGB sollten Folgendes enthalten:

  • Grundlegende Definitionen für mehr Übersichtlichkeit.
  • Regeln für die Durchführung des Geschäfts, einschließlich Preis, Zahlung, Transport und Rabatte.
  • Bedingungen für Reklamationen und Vertragsbeendigung.
  • Schutz der personenbezogenen Daten der Verbraucher.
  • Regeln für die Beilegung von Streitigkeiten und Informationen über Beschwerden gegen unlautere Praktiken.
  • Musterformulare (z. B. für den Rücktritt vom Vertrag).

Häufige Fehler in den AGB

  • Inkonsistenz und Fehlen verbindlicher Bestimmungen
  • Häufige Fehler sind das Fehlen von Bestimmungen zum Datenschutz, zum Widerrufsrecht und von Musterdokumenten. Ein weiteres Problem ist die Inkonsistenz der AGB, bei denen Änderungen in einer Bestimmung nicht in anderen damit zusammenhängenden Teilen berücksichtigt werden.

Rechtspraxis

Gerichte haben oft mit inkonsistenten AGB zu tun, bei denen unklar ist, was der Händler und der Verbraucher vereinbart haben. In der Regel wird der Fehler auf Seiten des Händlers gesucht, der die stärkere Partei ist. Ein weiteres Problem sind „unzumutbare Bedingungen in Verbraucherverträgen“, bei denen der Händler die Rechte des Verbrauchers schwächt.

Neuer Zugang zu den AGB ab dem 1.7.2024

Die neuen Geschäftsbedingungen zwischen Händler und Verbraucher umfassen:

  • Verlängerung der Widerrufsfrist von 14 auf 30 Tage.
  • Erweiterung der Informationspflichten.
  • Einführung neuer Begriffe, z. B. „Händler” anstelle von „Lieferant” oder „Verkäufer”.
  • Streichung veralteter Pflichten, wie beispielsweise die Veröffentlichung von Bekanntmachungen über die vorübergehende Schließung eines Betriebs.
  • Eine der auffälligsten Änderungen ist die Verpflichtung der Händler, in jeder Mitteilung über eine Preissenkung den vorherigen Preis der Ware anzugeben. Dieser Preis muss der niedrigste Preis sein, der mindestens 30 Tage vor der Preissenkung galt.

Empfehlungen für Händler

Wir empfehlen Händlern, die oben genannten Änderungen so schnell wie möglich in ihre AGB zu übernehmen und über deren Auswirkungen auf ihr Geschäft nachzudenken. Mit dem richtigen Ansatz können diese Änderungen sogar dem Geschäft helfen. Es ist wichtig, das unsachgemäße Kopieren von Muster-AGB zu vermeiden und Änderungen mit Experten zu besprechen.

Für weitere Informationen zu den neuen Änderungen im Verbraucherschutzgesetz und dazu, wie Sie diese Änderungen korrekt in Ihre AGB implementieren können, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

info@grandoaklaw.com